Im Mittelalter hatte Wittlich wenige Häuser, aber
eine wehrhafte Mauer, die den Einwohnern Sicherheit vor Diebsgesindel und
Feinden gab. Die Wächter mussten die drei Stadttore: das Burgtor,
das Trierer Tor und das Himmeroder Tor mit einem Holzriegel verschließen.
Als bei Dunkelheit die Tiere in den Ställen waren, konnte der Wächter
am Himmeroder Tor den Torriegel nirgends finden. In seiner Bedrängnis
nahm er eine dicke Rübe und sicherte damit anstelle des Holzriegels
das Tor. In der Nacht kam eine Sau, die nicht in ihrem Stall saß,
an das Tor und fraß die Rübe. Das Tor sprang auf und der Feind
konnte in die Stadt. Darüber waren die Wittlicher so böse, dass
sie alle Schweine der Stadt auf dem Marktplatz zusammentrieben und verbrannten.
Deshalb werden im ganzen Land heute noch die Wittlicher
SÄUBRENNER genannt.